Chronik der NaturFreunde

 

Unsere Wurzeln

 
Titel der Zeitschrift "Der Naturfreund" von 1928
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Eco-Archiv

1895
Im März inseriert der Sozialist und Lehrer Georg Schmiedl drei Tage lang in der "Arbeiterzeitung", um Gleichgesinnte zur Gründung einer "touristischen Gruppe" zu finden. Drei schrieben sofort: Josef Rohrauer, sein Vater Alois und Karl Renner. Am Ostersonntag wird der erste Ausflug in den Wiener Wald veranstaltet. Im September gründen 185 Männer und Frauen in Wien den "Touristenverein 'Die Naturfreunde'". Karl Renner entwirft das Symbol des neuen Vereins. Der Handschlag mit den drei Alpenrosen steht für die Solidarität der Arbeiterbewegung.   

1897
Im Juli erscheint in einer Auflage von 400 Exemplaren die erste Ausgabe der Vereinszeitschrift "Der Naturfreund".

1900
Im Januar beschließt die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Graz, "Berg frei" zum Gruß der steierischen Naturfreunde zu machen. Die Idee wird für den gesamten Verein übernommen. Der kämpferische Gruß ist Ausdruck der Forderung nach dem Recht auf Freizeit in den Bergen nicht nur für Adel und Bürgertum.
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1905
Im August gründet sich als 42. Gruppe im Gesamtverein in München die erste deutsche Ortsgruppe. Die Naturfreunde haben inzwischen fast 9.000 Mitglieder, darunter 15 Prozent Frauen.

1907
Auf dem Padasterjoch in den Stubaier Alpen in Tirol wird das erste Naturfreundehaus eingeweiht.
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1911
Die Hamburger Naturfreunde errichteten am Rand der Lüneburger Heide das erste Naturfreundehaus in Deutschland.   

1919
Zur Naturfreundebewegung gehören 46.000 Mitglieder. Drei Jahre später sind es bereits 159.000.
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1933
Die Kritik am Kapital und an der herrschenden Klasse führt zum Verbot des Touristenvereins "Die Naturfreunde" durch die Nazis. Damit verbunden ist die Beschlagnahmung der in eigener Arbeit errichteten 428 Hütten und Häuser, davon fast 300 auf deutschem Gebiet.

1945
Überall wird mit dem Wiederaufbau der Organisation begonnen. Die enteigneten Häuser werden zurückgegeben. In Ostdeutschland erfolgt eine Nutzung durch andere Träger.

1950
Der Gesamtverein wird in die Naturfreunde Internationale (NFI) umgewandelt. Sie setzt sich aus selbstständigen Landesverbänden zusammen

1962
Die Naturfreunde beteiligen sich an den Ostermärschen der Atomwaffengegner. Die NFI hat 270.000 Mitglieder in 17 Ländern auf allen fünf Kontinenten. In Deutschland werden rund 100.000 Mitglieder in mehr als 650 Ortsgruppen gezählt. Die Zahl der vereinseigenen Hütten, Häuser, Bootshäuser und Stadtheime liegt bei fast 400.
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1968
Die Naturfreunde verlangen die Einstellung der Bombenangriffe auf Nordvietnam und verurteilen die Besetzung der CSSR.

1989
Seit 1989 erklärt die Naturfreunde Internationale (NFI) jeweils für zwei Jahre eine grenzüberschreitende und ökologisch wertvolle europäische Region zur Landschaft des Jahres. Das Projekt setzt an den aktuellen Herausforderungen einer Region an und erarbeitet gemeinsam mit der Bevölkerung und allen regionalen Interessengruppen Perspektiven für eine Nachhaltige Entwicklung. Erste Landschaft des Jahres wird die Region Bodensee.
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Im Dezember beginnt die Neuorganisation der Naturfreunde in der DDR. Heute gibt es Landesverbände in allen neuen Bundesländern.

1993
Die Odermündung wird Landschaft der Jahre 1993/1994.
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1998
Die NaturFreunde Deutschlands treffen mit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV - damals noch Deutscher Anglerverband [DAV]) die Vereinbarung, alle  zwei Jahre eine „Flusslandschaft“ in Deutschland öffentlich zu würdigen. Ziel der Kampagne ist es, durch Veranstaltungen, Aktionen und Informationsmaterial die Bevölkerung für die natürlichen und kulturellen Schönheiten der einzigartigen Flußlandschaft zu gewinnen und sie über die Bedrohung der Flüsse und ihrer Ökosysteme aufzuklären. Erste Flusslandschaft des Jahres wird 2000/2001 die Gottleuba an der Elbe südöstlich von Dresden.

1999
Der Böhmerwald wird Landschaft der Jahre 1999/2000.
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2000
Die Naturfreundejugend Deutschlands veranstaltet ihren ersten Kindergipfel anlässlich der Weltausstellung Expo in Hannover. Prominentester Gast ist Bundeskanzler Gerhard Schröder.

2001
Auf dem Bundeskongress in Duisburg beschließen die Naturfreunde ihre Namensänderung. Wir heißen jetzt: NaturFreunde Deutschlands – Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur. Wegen der Bedeutung des Gedankens der Nachhaltigen Entwicklung für die künftige Arbeit der Naturfreunde wird das „Manifest Nachhaltigkeit“ verabschiedet.

2002
Die Bundesgeschäftsstelle zieht von Stuttgart in die Hauptstadt Berlin um und vollzieht damit einen lange vorliegenden Bundeskonferenzbeschluss.

2003
Das Lebuser Land wird Landschaft der Jahre 2003/2004.
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2005
Anlässlich der 100-Jahrfeier der deutschen NaturFreunde findet in München, dem Geburtsort der ersten deutschen Ortsgruppe, eine zentrale Festwoche statt. Aus dem ganzen Land kommen NaturFreunde und Naturfreundejugend, um diesen Geburtstag zu feiern und über die Zukunft ihres Verbandes zu beraten.
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2007
100 Jahre Naturfreundehäuser - im August wird auf dem Padasterjoch in den österreichischen Alpen das Jubiläum im ersten Naturfreundehaus der Welt gefeiert!

100_jahre_nfi-haeuser_logo_0.jpg2009
Der zentrale Mitgliedsausweis der NaturFreunde Deutschlands wird eingeführt. Jedes Mitglied bekommt seinen Ausweis künfitig einmal im Jahr direkt zugeschickt.
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2011
Die NaturFreunde Deutschlands sind Anmelder der zentralen Anti-Atom-Demo am 26. März in Berlin. 120.000 Menschen protestieren nach der Atomkatastrophe von Fukushima für eine Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland.
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Im Sommer 2011 zieht die Bundesgeschäftsstelle der Naturfreundejugend Deutschlands von Remagen nach Berlin.

2013
Die Region Oberrhein wird Landschaft der Jahre 2013/2014.
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2014
Das Umweltbundesamt würdigt die ehrenamtliche Arbeit der NaturFreunde im Umwelt- und Naturschutz: Die NaturFreunde Deutschlands werden als „Umwelt- und Naturschutzvereinigung“ im Sinne von § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz anerkannt. Damit erhält der Bundesverband Gelegenheiten zur Stellungnahme und zur Einsicht in einschlägige Sachverständigengutachten und zudem ein sogenanntes Mitwirkungs- und Klagerecht gegen umweltrechtliche Zulassungsentscheidungen.

 

Quelle: Naturfeunde Deutschland http://www.naturfreunde.de

 

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